Santiago de Chile, Samstag, 21. Januar 2017, 02:00 Uhr

Jetzt muss ich endlich wieder mal mehr Musik machen. „La otra casa“ hieß das Lokal, in dem ich mit Franzi heute war. Es ist in dem wunderschönen Italia-Viertel. Wir wollten eigentlich in ein Jazzlokal, aber da gab es keinen Platz mehr. Dann haben wir dieses Lokal gesehen. Ein kleiner Raum, vielleicht Platz für 30 bis maximal 40 Personen. Kleine rustikale Holztische, einfache Baststühle, eine kleine Theke und die Wände voll geklebt mit Plakaten bekannter und unbekannter lateinamerikanischen Liedermacher. Wir sind die ersten Gäste, um 22 Uhr. Um 11 werden noch vier Musiker kubanische Musik machen, mit Gitarren, Congas und so, sagt man uns. Es würde sich also rentieren. Also bleiben wir. Und bestellen uns Bier und Empanadas. Bei der Hitze kann man gar nichts anderes trinken, und was Leckeres als Empanadas gibt es zu so einer Gelegenheit nicht.

Um halb 12 kommen die Musiker dann endlich. Die meisten der Gäste – das Lokal hat sich inzwischen völlig gefüllt – kennen die vier. Sie beginnen mit einem „Happy birthday“ für die junge Frau in der ersten Reihe, die am Tisch mit einer Traube von ca. 10 Personen sitzt. Und dann folgen eineinhalb Stunden kubanische Salsa, Rumba und Bolero vom Feinsten. Die meisten Stücke sind bekannt und werden auch von vielen im Saal mitgesungen. „Buena vista social club“ ist im Vergleich zu diesen vier jungen Musikern bedeutungslos.

Unweigerlich muss ich zurückdenken an „Los Latin Buam“. Eine sagenhaft Band, in der vor ziemlich genau 25 Jahren ein in München lebender Bolivianer, ein in Schweinfurt lebender Peruaner und drei bei Eichstätt lebende Bayern lateinamerikanisch-, englisch- und bayrischsprachige Musik machten. Leider haben sich die Konzerte aber – soweit ich mich noch erinnern kann – auf ganze zwei (!) beschränkt. Nichts desto trotz, haben aber diese Gigs und die paar Proben den Musikern unendlich viel Spaß gemacht. Eigentlich ist es doch an der Zeit, diese Band wieder zusammen zu rufen. Vielleicht so wie die legendären „Blues Brothers“? Für einen guten Zweck. Für „Cristo vive“?

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