Fastengedanke zum Aschermittwoch

Auf die Dauer geht es nicht ohne Unterbrechung. Es geht nicht gut, wenn man meint, es ginge immer so weiter – wenigstens bei mir.
Heute Mittag habe ich es wieder erlebt: Ich bin nur kurz unter den Schreibtisch gekrochen und schon war er wieder da, der Hexenschuss! Fast ein ganzes Jahr hat er mich in Ruhe gelassen. Nun zwingt er mich, mal wieder etwas langsamer zu tun, vorher zu überlegen, ob manches denn wirklich notwendig ist, auf das eine oder andere zu verzichten, mir in manchen Dingen auch mal helfen zu lassen…
Heute, mitten im Leben, wurde ich gezwungen, anzuhalten. Vielleicht wird das nun zum Anlass, in manchen Dingen meines Lebens „umzukehren“.
Ich hätte ja auch schon früher, freiwillig und aus eigener Überzeugung anhalten und umkehren können. Zu einer wirklichen Kurskorrektion in meinem Leben verhelfen mir äußere „Anstupser“. Ich tu mich einfach leichter, wenn ich von Außen angestoßen werde.
Deshalb freue ich mich schon auf das Aschenkreuz, das am ersten Tag der Fastenzeit auf meine Stirn gezeichnet wird. Es macht mir wieder deutlich, wer ich bin, und dass mein Leben nur gelingen wird, wenn ich immer wieder neu den richtigen Kurs einschlage.