Adventsgedanke – Dienstag, 2. Woche

Mein Problem ist oft, dass ich die ganze Welt retten möchte. Ich meine, ich müsste eine Sache voll perfekt machen, ideal, ein für alle mal optimal lösen.
Deshalb wage ich es nicht die Sache anzupacken. Weil ich muss ja zuerst gründlich überlegen, wie ich es angehen könnte und müsste, damit das Problem eben endgültig und optimal von mir gelöst werden würde.
Und so schaffe ich es nicht, einen ersten, einen kleinen Schritt zu tun. Und so tut sich / tu ich eben gar nix.
Es fehlt das Vertrauen. Die Freude.
NUR FÜR HEUTE WERDE ICH IN DER GEWISSHEIT GLÜCKLICH SEIN, DASS ICH FÜR DAS GLÜCK GESCHAFFEN BIN …
Ist nicht alles an sich gut angelegt? Unbefleckte Empfängnis – so heißt das morgige Marienfest im Volksmund.
Unbefleckte Empfängnis – ich weiß, das ist jetzt vielleicht nicht ganz theologisch (!!) – das bedeutet für mich, dass alles zuerst einmal gut ist. „Und Gott sah, dass es gut war.“ (Genesis)
Leider wird dieses reine Glück und die Freude schnell verschüttet von einer blindmachenden Ichbezogenheit. Und schon ist das Glück und die Freude dahin.
Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mich an den Ausgangspunkt zu erinnern und wieder einen Schritt darauf zu zu machen.
Aber genau auf diesen Schritt, auf diesen winzig kleinen ersten Schritt kommt es an. In ihm liegt das ganze Glück des Ursprungs verborgen.