… trieb der Geist Jesus in die Wüste.

„In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste.“ sagt heute der erste Satz des Evangeliums.
Gottes Geist ist es also, der Jesus in die 40-tägige Fastenzeit führt. Niemand geringerer als Gott höchstpersönlich ist es, der ihn dahin „treibt“.
Dieser Satz ist mir heute besonders aufgefallen.
Ich bin froh, dass Gott uns führt, und sogar treibt. Dass er uns anstößt und anschiebt. Dass dieses „Projekt Fastenzeit“ nicht nur auf unseren schwachen Willen angewiesen ist.
Wir selber kämen wahrscheinlich nie auf die Idee, uns für 40 Tage eine Auszeit zu gönnen. Eine Zeit des Klärens, der Neuorientierung, der intensiven Gottsuche und Selbstvergewisserung.
Scheinbar ohne Mitleid mit uns – und mit seinem eigenen Sohn Jesus – setzt uns Gott den Versuchungen aus. „Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt.“
Aber es sind nicht nur die Versuchungen, die Jesus in der Wüste beschäftigen. Genauso intensiv darf er auch den unmittelbaren Beistand Gottes erfahren: „Er lebte bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.“
Die Fastenzeit ist also zu allererst ein Gottesgeschenk an mich. Eine Zeit der Gnade und Bereicherung.
Aber auch kein Honiglecken.
Wer sich auf die wilden Tiere der Wüste einlässt, den werden die Engel Gottes dienen und reich beschenken.

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