…jemand, der Dir die Hand wärmt.

„Oft sehe ich in dem armen, seines Verstandes beraubten Menschen den Vater früherer Tage. Wenn die Augen klar blicken und er mich anlächelt, was ja zum Glück sehr oft geschieht, dann weiß ich, dass sich auch für ihn mein Besuch gelohnt hat.
Oft ist es, als wisse er nichts und verstehe alles.
Einmal, als ich ihm die Hand gab, bedauerte er mich, weil die Hand kalt war, ich sagte, ich käme von draußen aus dem Regen. Er behielt meine Hand zwischen seinen Händen und sagte: „Ihr könnt tun, was ihr zu tun habt, ich werde derweil diese Hand wärmen.“
 
(Arno Geiger, aus: Der alte König in seinem Exil)

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