Fastengedanke zum Freitag der 5. Fastenwoche

Tod und Vergehen waltet in allem,
steht über Menschen, Pflanzen und Tieren,
Sternbild und Zeit.
 
Du hast ins Leben alles gerufen.
Herr, deine Schöpfung neigt sich zum Tode:
Hole sie heim.
 
Schenke im Ende auch die Vollendung.
Nicht in die Leere falle die Vielfalt
irdischen Seins.
 
Herr, deine Pläne bleiben uns dunkel.
Doch singen Lob wir dir, dem dreieinen,
ewigen Gott.
 
P. Polykarp Ühlein OSB, 1978
 
In allem, was uns begegnet, müssen wir Tod und Vergehen feststellen. Jeden Tag neu. Es gehört zum Leben und Sein.
Unsere Überzeugung ist aber, dass das Leben nicht aus dem Zufall kommt, sondern ins Sein gerufen wurde, von ihm.
Und so, wie es aus ihm kommt, so soll es auch zu ihm zurück kehren.
Aber nicht nur zurück kehren, sondern auch vollendet werden. Es soll also überhöht werden.
Und da Tod und Vergehen ständig geschieht – nicht nur einmal ganz am Ende – kann also Auferstehung, neues Leben auch ständig sich ereignen – nicht nur einmal ganz am Ende.
Es ist schwer, dieses Prinzip zu begreifen, dass aus dem Tod neues / mehr Leben erwachsen soll.
Aber auch wenn wir es nicht begreifen, versuchen wir es immer mehr zu glauben. Deshalb „singen Lob wir dir, dem dreieinen, ewigen Gott.“

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