Fastengedanke zum Donnerstag der 3. Fastenwoche

Hört auf meine Stimme, dann will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. (Jer 7,23)

Der erste Satz der heutigen Lesung ist quasi eine Fortsetzung der gestrigen Lesung, auch wenn die Sätze aus zwei ganz unterschiedlichen alttestamentlichen Büchern entnommen sind (Jeremia und Deuteronomium).
„… dann will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.“
Das ist ein Bündnis, ein Vertrag, was hier geschlossen wird. „alianza“ sagen die Spanier und „aliança“ die Katalanen. Da „binden“ sich also zwei Partner aneinander, so dass keiner den anderen mehr in Stich lassen kann.
Auch wenn heute anscheinend Verträge oft leichtfertig gebrochen werden, ist trotzdem jeden sonnenklar, dass ein gültig abgeschlossener Vertrag absolute Gültigkeit hat. Und im alttestamentlichen Denken zählte das Wort von zwei Bündnispartner noch mehr.
Gottes Wort ist ein absolut verlässliches Wort. Das Wort eines Partners, auf den ich mich 100%ig verlassen kann.
Das einzige, was ich tun muss: Auf ihn hören. Dann werde ich automatisch zu seinem Volk gehören. Ich brauche mich dafür gar nicht umständlich oder kompliziert anzustrengen.
Nur auf ihn hören. Da sein, ihn suchen, ihn wahrnehmen.