Fastengedanke zum Montag der 3. Fastenwoche

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.
Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen?
 
Heute hören wir in der Messfeier den Psalm 42. Einer der schönen „Durstpsalmen“.
Wilhelm Willms hat ihn vor ca. 30 Jahren für das Musikspiel „Franz von Assisi“ eindrucksvoll übersetzt:
 
wie die hirschkuh
brüllt brüllt brüllt
am flusslauf der kein wasser hat
so brüllt brüllt brüllt
meine seele nach dir
meine seele nach dir mein gott
brüllt brüllt brüllt
 
Alles in uns lechzt nach der Begegnung mit dir, Gott. Alles dürstet nach Leben.
Wann dürfen wir uns endlich unsere ausgetrocknete Haut benetzen mit dem frischen Wasser deiner Quelle?
Es ist so heiß um uns! Wir sind am austrocknen und am verdursten!
Nirgends finden wir wirklich Kühlung und Labung.
 
Lass doch endlich deine Quelle entspringen! Die kleine, unscheinbare Quelle. Den Rinnsal des Lebens.
Hilf mir, sie zu entdecken! In der kahlen Wüste meines Alltags.
Quell hervor! Durch die trockene, tote Steppe meines Lebens.
Brich den Boden auf! Sprieß hervor!