Fastengedanke zum Dienstag der 2. Fastenwoche

Den Himmel offen halten

Auf dem Berg Tabor erleben die Jünger Petrus, Jakobus und Johannes 
so etwas wie „Wolke Sieben“.
Doch statt sich dort häuslich niederlassen zu können,
müssen sie zurück in die Niederungen ihres Alltags. 
Dort wartet kein Triumphzug, sondern das Kreuz. (Mt 17, 1-9)

Die Jünger brauchen bis zum Pfingsttag, 
um zu erfassen, was das bedeutet: 
Leben aus dem Glauben ist nicht der „Himmel auf Erden“, 
sondern die Tapferkeit dessen, 
der „den Himmel offen hält“: 

Der graue Alltag bleibt, 
die eigenen Grenzen und Fehler auch, 
genau wie die schwer erträglichen Macken der anderen 
– und nicht zuletzt die Unergründlichkeit dessen, was wir „Schicksal“ nennen. 

Dann: 
Nicht verzweifeln 
oder mit Gewalt gegen sich und andere „geordnete Verhältnisse“ erzwingen! 
Stattdessen Schritt um Schritt weitergehen, – gerade die Kreuzwege, 
voll Vertrauen darauf, 
dass das Ziel nicht die Hölle ist, sondern Ostern.

P. Klaus-Ludger Söbbeler OSB

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