Fastengedanke zum 2. Fastensonntag

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Foto: Christine Olma
 
Mit der 1. Lesung und dem Evangelium zum 2. Fastensonntag kommen eine meiner liebsten Bibelstellen zusammen. Die Berufung des Abraham und die Erzählung von der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor.
Es geht um Aufbruch. In beiden Texten.
 
Zunächst, bei Abraham, geht’s um einen Aufbruch in eine unbekannte Zukunft.
Das ist das Leben. Immer wieder neu anfangen. Nicht wissen, wohin denn es eigentlich geht. Aber eine Ahnung haben. Ein Versprechen.
Es ist aber so schwer, sich auf dieses Versprechen zu verlassen. Ich habe ja nichts in der Hand. Ist das wirklich eine Sicherheit, auf die ich mein Leben bauen kann?
Es bleibt mir aber fast nichts anderes übrig. Ich habe oft gar keine andere Wahl. Ich muss mich einfach auf das Wort eines anderen verlassen.
 
Den Aufbruch in eine völlige Unbekannte kann ich aber wagen, wenn ich zurück schaue. Wenn ich mir in Erinnerung rufe, was ich schon erlebt habe. Dass ich das eine oder andere mal auch schon erlebt habe, geheimnisvoll geführt worden zu sein. Dass ich auch schon erleben durfte, wie ich gehalten wurde, wie mein Leben von herrlichem Licht durchflutet wurde. Wie ich ganz tief gemerkt habe, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn ich es mir nicht erklären kann.
 
Diese „Taboraugenblicke“ waren – wenigstens bei mir – immer Augenblicke mit guten Menschen, Freunde, Familie, Gefährten. In der Gemeinschaft mit anderen habe ich das „Leuchten“ und die „Herrlichkeit“ der Gegenwart Gottes erfahren. Diese Erfahrung geben mir die Kraft immer wieder aufzubrechen – auch wenn die Zukunft noch so sehr im Dunkeln und Ungewissen liegt.

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