Fastengedanke zum Montag der 1. Fastenwoche

Der Herr sprach zu Mose:
Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten, und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.
Nichts Geringeres ist unsere Option, als heilig zu sein, weil unser Herr, weil Gott heilig ist. Das ist die Forderung des Mose in der Lesung der heutigen Lesung.
Also, anders gesagt: Werdet wie Gott. Ahmt ihm nach.
Dieser Auftrag, denn Gott dem Mose gibt, ist an uns alle gerichtet. Es ist der Auftrag an uns Gläubige, an alle Christen.
Wenn Gott das von uns verlangt, ist das sicher auch keine Überforderung. Gott verlangt von uns nichts, was für uns nicht erfüllbar wäre.
Vielleicht fragen wir uns diese Woche:
Was bedeutet es für mich, „heilig“ zu sein?
Wie, wo und wem gegenüber kann ich heilig sein?
Ich denke, „heilig“ bedeutet nicht „übermenschlich“. „heilig“ heißt natürlich, menschlich, authentisch, ehrlich, echt, wahrhaft.
An meiner Wohnungstür hab ich mir als „Gedächtnisstütze“ und Erinnerung die Bibelstelle geschrieben: Ex 3,5.
Immer wenn ich meine Wohnung verlasse und „in die Welt“ gehe, erinnert diese Bibelstelle mich daran: Überall, wo ich jetzt hingehe und mit Menschen zu tun habe, ist „heiliger“ Boden, da begegne ich Gott, da spricht Gott zu mir. In den Menschen, in den Situationen, durch die Welt.
Ich wünsche dir immer wieder die Erfahrung von „heiligem“ Boden in der kommenden Woche.