Fastengedanke zum Freitag nach dem Aschermittwoch

Der Hymnus des heutigen Abendgebetes aus dem Heftchen „Magnificat“, aus dem ich gerne bete, war heute ein Lied, das wir früher oft gesungen haben:
Einer hat uns angesteckt mit der Flamme der Liebe,
einer hat uns aufgeweckt, und das Feuer brennt hell.
 
Wer sich selbst verliert, wird das leben finden,
wer die Freiheit spürt, kann sich selber binden.
Einer hat uns angesteckt…
 
Wer die Armut kennt, wird in Reichtum leben,
wer von Herzen brennt, kann sich andern geben.
Einer hat uns angesteckt…
 
Wer betroffen ist, wird das Wort neu sagen,
wer sich selbst vergißt, kann auch Lasten tragen.
Einer hat uns angesteckt…
 
(Text: Eckart Bücken; Musik: Oskar Gottlieb Blarr)
Es trifft mein Leben, meinen Glauben. Wahrscheinlich auch Dein Leben, Deinen Glauben.
Wir sind alle irgendwann angesteckt worden von dieser Flamme. Wir haben sie gespürt. Sie hat uns aufgeweckt, motiviert, angeregt. Und sie hat bestimmt auch immer wieder – oder sogar oft – hell gebrannt.
Die Zeiten, in denen diese Flamme so richtig gelodert und gebrannt hat, da konnten wir uns auch so richtig verlieren und hergeben, und da haben wir dann auch das Leben gefunden. Da waren wir frei. Da gehörte die Welt uns. Da scheuten wir uns nicht, uns auf etwas festzulegen, uns zu binden.
Da waren wir reich, auch wenn wir nichts besaßen.
Da konnten wir ertragen, was uns aufgebürdet war.
Wie brennt sie jetzt, diese Flamme der Liebe? Lodert sie noch, wie in den Zeiten, an die ich gerade gedacht habe?
Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, der Flamme wieder Brennmaterial zu geben.

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